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Wir brauchen ein Zelt


Eines Tages kam der Bub auf uns zu und meinte er braucht ganz dringend ein Zelt damit er sich verstecken kann. Aber ein großes und mit Taschenlampe weil es sonst zu dunkel ist und im dunkeln hat er angst. Wir bauten ihm eine Höhle im Bett, denn woher sollten wir so schnell jetzt ein Zelt bekommen. Das fand er zwar auch cool aber er fragte trotzdem weiter nach einem Zelt. Aber von Geschenken einfach so halten wir nicht so viel, außerdem für so große brauchts schon einen Anlass. 

Zum Glück stand Ostern vor der Türe und nach kurzer Absprache mit der Verwandtschaft machte ich mich auf die Suche nach einem Zelt. 

Das stellte sich als gar nicht so einfach heraus, denn die, welche mir gefallen hätten wären mit 1,20 Meter zu groß fürs Kinderzimmer und auch viel zu teuer. Selbst wenn die Verwandtschaft was dazu zahlt wäre es zu viel gewesen. 

Ich hab herum gemessen, in Gedanken das Kinderzimmer fünf mal umgeräumt bis ich zu dem Entschluss kam, das Zelt dürfte maximal 1 Meter groß sein. 

Wirklich angetan haben es mir die Tipis von Nobodinoz, die aber wie oben geschrieben, echt teuer waren. Aber das waren die einzigen die ich auch mit einer Breite von 1 Meter gefunden habe wo man auch eine dazu passende Matte kaufen konnte. 

Ich hab mich dann mit meinem Mann abgesprochen welches Design uns gefällt und mit welchem der Bub am meisten Freude hätte und dann hab ich auch schon bestellt. 

Am Karfreitag hab ich das Kinderzimmer umgestellt damit das Zelt auch einen Platz hat und am Karsamstag war es dann soweit. Ich hab den Bub mit dem Papa weggeschickt zum spazieren gehen und hab in der Zwischenzeit ein kleines Osternest versteckt bevor ich mich an den Zeltaufbau gewagt habe. 

Der Aufbau ging recht schnell und war auch nicht sonderlich schwer. Ich legte noch ein paar von seinen Kuscheltieren ins Zelt hinein und dann hieß es warten bis der Bub wieder zuhause ist. 

Als erstes durfte er das Nestchen suchen, was aber auch nicht sonderlich schwer war und er hat sich wie erwartet auf die Schokolade gestürzt. 

Als er dann die Tür zum Kinderzimmer geöffnet hat war er im ersten Moment richtig sprachlos. So kitschig es klingt, aber das glitzern in den Augen war jeden Cent wert. 

Den restlichen Tag wollte er gar nicht mehr aus seinem Zelt raus kommen und auch die Tage darauf war es der liebste Ort zum spielen. 

Das ein Geschenk, was mal kein Auto ist, ihm so viel Freude bereitet, konnten wir uns erst auch nicht vorstellen, aber wenn der Bub glücklich ist, sind wir das auch. 

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